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HSG-Mädels fehlt ein einziges Tor zur Bundesliga
Dötsch, Ruhr Nachrichten

SCHWERTE Ist das bitter! Der Traum der A-Jugend-Handballerinnen der HSG Schwerte/Westhofen, sich für die kommende Bundesligasaison zu qualifizieren ist geplatzt – wegen eines einzigen Tores.
Das Turnier im norddeutschen Esingen war für die HSG-Mädchen die letzte Chance – eine Chance, die sie gleich im ersten Gruppenspiel am Samstagmittag verspielt zu haben schienen. Denn gegen den SV Union Halle-Neustadt unterlagen die Schwerterinnen nach weitgehend ausgeglichenem Spielverlauf mit 18:20 (8:10) – Platz eins in der Dreiergruppe schien damit schon futsch.

Anschließend verlor Halle-Neustadt gegen den HC Frankfurt/Oder deutlich mit 12:21. Die Konsequenz: Die HSG musste mit sechs Toren Unterschied gegen die scheinbar übermächtigen Frankfurterinnen gewinnen, um aufgrund des Torverhältnisses den Gruppensieg und damit die Bundesliga-„Quali“ einzufahren.


Und das HSG-Team trumpfte mächtig auf. „Das Spiel ihres Lebens“ habe die Mannschaft nach dem Unentschieden zur Pause aufs Parkett gebracht, sagte Jugendleiter Manfred Ullrich, der das Team nach dem Trainerrücktritt von Kai Harbach gemeinsam mit Mischa Quass coachte.


Die Schwerterinnen gingen nach Wiederanpfiff schnell in Front und bauten den Vorsprung Tor für Tor aus – der ausgepumpte Favorit wackelte. „Am Ende hat nur ein Wimpernschlag gefehlt“, meinte Ullrich. Mit 19:14 gewann Schwerte/Westhofen – sechs Tore Unterschied hätten es sein müssen. So aber musste die HSG den Frankfurterinnen den Vortritt in die Bundesliga lassen, während sie selbst am Sonntag nur noch eine Minichance hatten, ihnen in die Eliteliga folgen.

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Sally, hier im Spiel gegen Aldekerk, fehlte mit Ihrem Team ein einziges tor für den Traum Jugendbundesliga.
Foto:© RN Schwerter


Denn die zwei Minuspunkte der Niederlage gegen Halle/Neustadt nahm die HSG in die Vierer-„Trostrunde“ der Zweit- und Drittplatzierten der beiden Gruppen. Mit dem 19:19-Unentschieden gegen den TuS Lintfort waren auch die letzten Bundesliga-Hoffnungen dahin. Die folgende 21:25-Niederlage zum Abschluss des Qualifikations-Marathons gegen Owschlag hatte nur noch statistischen Wert.

„Natürlich sind wir traurig, dass wir es nicht geschafft haben, uns zu qualifizieren. Gefühlt sind wir Mannschaft 25 – aber nur 24 qualifizieren sich leider für die Bundesliga. Aber die Mädels haben gezeigt, was sie zu leisten im Stande sind und dass sie es können“, resümierte Manfred Ullrich.

TEAM
Schwerte/Westhofen: Hannah Maidorn, Erva Aydin - Kathi Petri, Sally Unger, Julia Ullrich, Jana Ullrich, Celina Prasch, Devina Dahms, Zoe Stens, Leonie Schmitz, Lea Schäfer, Lea Tietz, Melissa Steinhoff, Vicky Wolff.